BEITRAGS ARCHIV

KAPITALMARKT-ANALYSE

An den internationalen Kapitalmärkten kehrt so etwas wie Normalität nach dem turbulenten Start in den April ein, auch wenn die Sorgen vor den Auswirkungen der verschärften Handelskonflikte weiter schwelen und die Kurssteigerungen an den Aktienbörsen bis auf weiteres begrenzen dürften. Damit richtet sich der Fokus der Anleger in dieser Woche auf den anstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB).

Dass Union und SPD sich schnell auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt haben und Deutschland voraussichtlich zeitnah eine handlungsfähige Regierung haben wird, ist eine positive Nachricht. Der erste Absatz des Vertragswerks signalisiert zudem Einigkeit darüber, dass die Politik angesichts historischer Herausforderungen einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten muss.

Das Zollpaket ist der bislang aggressivste Baustein von Trumps Handelspolitik. Allerdings kann die völlige Autarkie der USA nicht die Zielsetzung sein. Wirtschaftlich betrachtet wirken Zölle bei allen Beteiligten als wachstumsschädlich und inflationstreibend. Carsten Mumm erläutert, welche Folgen die Strafzölle haben, ob eine Zollspirale droht und was Europa tun muss, um die kurzfristigen Belastungen abzumildern und ein Gegenmodell zu schaffen?

Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei DONNER & REUSCHEL, analysiert die Kapitalmarktentwicklung im März. Er beleuchtet die Lockerung der Schuldenbremse in Deutschland, die schwächelnde US-Wirtschaft und die Unsicherheiten der globalen Wirtschaft. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Konjunktur, Notenbanken, Aktien, Zinsen, Währungen und Rohstoffe.

Zahlreiche Unternehmen beschreiben ihre aktuelle Lage weiterhin als schwierig und vielfach von Auftragsmangel geprägt. Allerdings werden die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung weniger pessimistisch eingeordnet. Dazu dürfte unter anderem die Verabschiedung des geplanten Investitionspakets für Sicherheit und Infrastruktur beigetragen haben.

Obwohl die Inflation in den USA im Februar leicht auf 2,8 Prozent – bzw. 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat – gesunken ist, dürfte die US-Notenbank Fed in dieser Woche von einer Leitzinssenkung absehen. Mehr zu der Entwicklung erläutert Ihnen unser Chefvolkswirt Carsten Mumm.

Die bevorstehende Entscheidung der FED steht diese Woche im Fokus: Donald Trump fordert Zinssenkungen, doch die FED belässt den Leitzins auf dem bisherigen Niveau, da sich die US-Inflation als hartnäckig erweist und weiter über der Zielmarke von 2 Prozent liegt. Carsten Mumm erläutert, inwieweit Trumps Politik eine Leitzinssenkung der Fed erschwert und ob Trump die gute Ausgangslage einer robusten US-Wirtschaft zunehmend gefährdet?

Die EZB hat wie erwartet ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Zudem sieht sie die Inflation in der Eurozone auf einem guten Weg in Richtung des Zielwerts von 2 Prozent, trotz der Anhebung ihrer Inflations-Projektion für das laufende Jahr 2025 auf 2,3 Prozent.

Die Pläne von CDU/CSU und SPD zur massiven Mobilisierung von Kapital, um die Verteidigungsausgaben zu steigern und die Infrastruktur zu ertüchtigen, sind ein positives Signal für Deutschland und für Europa.Einerseits, weil damit wesentliche Verbesserungen der Standortqualität im internationalen Wettbewerb ermöglicht werden, andererseits, weil die politisch Verantwortlichen offensichtlich erkannt haben, dass angesichts des enormen geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Drucks außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind.

Deutschland hat gewählt und steuert auf eine große Koalition zu. Der Dax steigt weiter und Investoren erwarten, dass es unter der neuen Regierung aufwärtsgeht. Die Wirtschaft fordert allerdings schnelle Entscheidungen. Carsten Mumm ordnet den Wahlausgang ein und erläutert, welche Auswirkungen für Aktien, Anleihen und Co. zu erwarten sind.